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Veranstaltungschronik 2022

1. Konferenzen und Symposien

1.1. XXIII. Internationales Symposium der polnischen Biographistik
"Ex Cathedra. Polnische Professoren an Universitäten in Österreich, Deutschland und der Schweiz profesorowie na wyższych uczelniach w Austrii, Niemczech i Szwajcarii"
 
Dieses Symposium in polnischer Sprache fand am 30. Juni 2022 statt.
Im Rahmen dieses  Symposiums wurden von zahlreichen renommierten Experten, darunter auch von Mitgliedern des Klubs der Professoren am Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien wie Univ.-Prof. Dr. Gądek-Węsierski sowie Prof. Tadeusz Krzeszowiak,  bedeutende, aus Polen stammende Professoren vorgestellt, die an Universitäten der ganzen Welt lehr(t)en.

Begleitend zum Symposium wurde eine Ausstellung mit Zeichnungen und Porträtskizzen von Tadeusz Kurka gezeigt.

Das genaue Programm des Symposiums finden Sie unter diesem Link.
Einen Bildbericht finden Sie unter diesem Link.


2. Ausstellungen
2.1. Ukraine. Krieg in Europa
 

Die Ausstellungseröffnung fand am 26. Juli 2022 an der Universität Wien statt.

Diese Ausstellung, die im Auftrag des ukrainischen Ministeriums für Kultur und Information und vom Ukrainischen Institut für Nationale Erinnerung vorbereitet wurde, dokumentiert den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine anhand von Schreckensbildern und bietet eine Tour d'Horizon über seine lange Vorgeschichte. Sie beleuchtet zunächst die zentralen Unterschiede des historischen Werdegangs der Ukraine und Russlands und analysiert weiters Putins Motive für den Krieg sowie dessen Narrativ bezüglich einer "Rechtfertigung" des Kriegs.

Die deutschsprachige Version der Ausstellung wurde unter Mitwirkung des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften und des Pilecki-Instituts Berlin vorbereitet.
Die Ausstellung ist im Gang zur Hauptbibliothek der Universität Wien bis zum 9. September 2022 zu besichtigen.


3. Vorträge:

3.1. Mag. Marek Świdrak
From rockets to a new Temple of Solomon -
life and work of Silesian architect Valentin von Saebisch (1578-1657)

Dieser Vortrag in englischer Sprache fand am 23. Februar 2022 statt.

Obwohl Valentin von Saebisch (1578-1657) in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zweifellos eine der führenden Persönlichkeiten der schlesischen Architektur und Militärtechnik war, sind sein Leben und Wirken nur wenig bekannt und stehen oft im Schatten seines Sohnes Albrecht, dem Architekten der schlesischen Friedenskirchen. Zwar ist das Archiv von Valentin von Saebisch in Breslau bis heute nahezu unversehrt erhalten, dennoch wurde sein Wirken von der Forschung des frühen 20. Jahrhunderts kaum untersucht. Die Arbeit im Archiv ist äußerst wichtig, da ein bedeutender Teil von Saebischs Erbe während des Zweiten Weltkriegs verloren ging. Der Vortrag stellt ausgewählte Fragmente der Dissertation des Referenten vor, die dem architektonischen Werk von Saebisch gewidmet ist. Die Präsentation, die hauptsächlich auf Archivfunden beruht, bietet eine neue Perspektive auf das Leben und Werk des Architekten. Im Mittelpunkt stehen eine Gruppe von Architekturzeichnungen im klassizistischen Stil, die vom Prager Hof stammen, sowie Saebischs Arbeiten für schlesische Herzöge und Adelige, darunter Karl von Österreich (Bischof der Habsburgerdynastie in Wrocław).


3.2. Robert Kostro
Wie erzählt man die Geschichte Polens?

Dieser Vortrag in polnischer Sprache fand am 24. Februar 2022 statt.

Der Vortrag stellte die Leitlinien der Hauptausstellung des Museums für Polnische Geschichte (MHP) in Warschau vor. Dieses Museum, das 2006 gegründet wurde, ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen der polnischen Geschichtspolitik. Seit diesem Zeitpunkt hat das Museum intensive Forschungs-, Bildungs- und Popularisierungsaktivitäten durchgeführt. Weiters ist es auch an internationalen Projekte zur Förderung der polnischen Geschichte beteiligt. In Zukunft wird das Museum seinen Sitz auf dem Gelände der Warschauer Zitadelle haben. Mit dem Bau wurde 2018 begonnen, die Eröffnung des Gebäudes ist für 2023 geplant. Derzeit läuft eine Ausschreibung für die Dauerausstellung (mit einer geplanten Ausstellungsfläche von 7.300 Quadratmetern), die die größte historische Ausstellung in Polen sein wird.  Weitere Informationen über das Museum: https://muzhp.pl


3.3. 
Dr Jakub Jędrysiak,
The forgotten Forerunner to the Springtime of Nations - underestimated Polish Uprising of 1846

Dieser Vortrag in englischer Sprache fand am 10. März 2022 statt.

Der Krakauer Aufstand von 1846 wird oft nur als eine Episode behandelt, die von den tragischen Ereignissen des galizischen Massakers (der sogenannten Rabacja) überschattet wird. Dessen Analyse wird auch dadurch erschwert, dass Karl Marx sie als "Banner der sozialen Revolution" bezeichnete, was dazu führte, dass sie viele Jahre lang vor allem als eines der ersten Beispiele für die Aktivitäten der "kommunistischen" Bewegung genannt wurde. Unter diesen Blickwinkeln gerät der Kontext der Bedeutung dieses vergessenen polnischen Vorläufers des Völkerfrühlings für das damalige Europa in den Hintergrund. Die erfolglosen polnischen Pläne von 1844-1846 für einen Aufstand sahen eine groß angelegte Aktion vor, die sogar einen Marsch auf Moskau einschloss. Die Botschaft dieser Pläne war so stark, dass sich Österreich und Preußen damals zu groß angelegten Militäroperationen entschlossen, bei denen beide Mächte das neu entwickelte Eisenbahnnetz zum ersten Mal für operative Zwecke nutzten. Dies bedeutet, dass die Bedeutung der Ereignisse von 1846 auch aus militärhistorischer Sicht unterschätzt wird.

Ziel des Vortrags war es daher, die Erinnerung an die vergessenen Aspekte des Krakauer Aufstandes wiederherzustellen und seinen weiteren Kontext darzustellen.


3.4. Dr. Jakub Forst-Battaglia
Polnische Außenpolitik zwischen den Kriegen

Dieser Vortrag in deutscher Sprache fand am 31. März 2022 statt.

Als 1918 am Ende des Ersten Weltkriegs wiedergeborener Staat, der im späten 18. Jahrhundert zwischen Russland, Preußen und Österreich aufgeteilt worden war, musste das multinationale Polen zwischen Deutschland im Westen und der Sowjetunion im Osten zusammenwachsen und sich neu behaupten, gestützt auf ein Bündnis mit Frankreich. Wie sich diese Position im komplizierten europäischen Kräftefeld entwickelte, das aus der prekären Versailler Friedensordnung hervorgegangen war und allmählich zum Zerfall dieser Ordnung unter erodierenden Machtverschiebungen und dem Druck der Weltwirtschaftskrise bis hin zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 und der abermaligen Teilung Polens führte, war Gegenstand des Vortrags.


3.5. Dr. Aleksander Łupienko
Cultural history of the Fin-de-Siecle Lviv

Dieser Vortrag in englischer Sprache fand am 13. April 2022 statt.

Die Stadt Lemberg, die Hauptstadt des österreichischen Kronlandes Galizien und Lodomerien, wies im 19. Jahrhundert gemeinsame mitteleuropäische Merkmale auf: Multikulturalität, Multireligiosität und Mehrsprachigkeit. Die soziopolitische Situation war kompliziert: der Regimewechsel im Jahr 1772, die wechselnden politischen Vorstellungen des österreichischen Hegemons und das Aufkommen neuer, ethnisch Gruppen. Aufbauend auf verschiedenen theoretischen Prämissen wird in diesem Vortrag der Lemberger Raum als Raum des Lokalen diskutiert. In seinem Vortrag versuchte Dr. Lupienko auch zu zeigen, wie die zukunftsorientierten nationalistischen Programme und die Entwicklung neuer gruppenorientierter Erinnerungskulturen in den "soliden" physischen Raum der Stadt eingebettet waren und dass sie nicht so sehr von der politischen und sozialen Imagination der interregionalen Perspektive beeinflusst wurden, sondern vielmehr mit der Lokalität der Stadt selbst verwoben waren. Wie wurde der Raum von den Eliten ausgewählter kultureller Gruppen in der Stadt verändert - den Österreichern, den Polen, den Ukrainern und den Juden? Der Vortragende versucht in seinen Forschungen einen neuen Rahmen vorzuschlagen, um die nationale Wende in Lemberg in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts zu verstehen und sie lediglich als eines der möglichen Symptome des kulturellen Wandels und nicht als Teil eines unausweichlichen Verlaufs der Ereignisse zu diskutieren.


3.6. Mag. Julia Harasimowicz
The creation of modern childhood.
Art education and exhibition of child art at the beginning of the 20th century

Dieser Vortrag in englischer Sprache fand am 27. April 2022 statt.

Das frühe 20. Jahrhundert, das von der berühmten Lehrerin Elly Key 1909 als das Jahrhundert des Kindes bezeichnet wurde, führte zu zahlreichen Diskussionen über die Kindheit. Die europäischen Künstlergemeinschaften waren sich dieser Debatten bewusst und suchten nach einer neuen formalen Sprache der Kunst und neuen Ideen des modernen Menschen. Kinder und ihre Verletzlichkeit wurden für sie zu einer potenziellen Quelle der kulturellen Erneuerung. Die Hauptfrage lautet: Wie haben sich die Theorien der Kunst von Kindern in Bezug auf die lokale soziale und politische Lage und die Risiken der modernen Bildung entwickelt? Welche Aspekte der Kunsterziehung und der Ausstellung von Kinderkunst waren in den europäischen Kunstgemeinschaften üblich, und welche reagierten genau auf die lokale Politik? Der erste Fall bezieht sich auf die Faszination, die die Kinderkunst bei den intellektuellen Eliten Hamburgs auslöste, was zur ersten international anerkannten Ausstellung "Kind als Künstler" in der Kunsthalle 1898 führte. Im zweiten Fall werden die originellen Lehrmethoden des Wiener Kunstpädagogen Franz Cizek (1865-1946) vorgestellt, der oft als "Vater der zeitgenössischen Kunsterziehung" bezeichnet wird. Das letzte Beispiel ist die polnische Ausstellung "Sztuka dziecka", die 1920 in Warschau eröffnet wurde. In ihrem Vortrag unterstrich die Referentin die Bedeutung der Kinderkunst in der Kultur des gesamten 20. Jahrhunderts, ihre Forschungen können vermutlich als der erste Versuch betrachtet werden, Kinderkunst als internationale Phänomen zu betrachten und zu verstehen.


3.7. Univ.-Prof. Dr. Piotr Szlanta,
Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien
Aller Anfang ist schwer. Herausforderungen bei der Wiedergründung des polnischen Staates

Dieser Vortrag in deutscher Sprache fand am 25. Juni 2022 statt.

Im Herbst 1918 hatte das wiedergegründete Polen an der Schwelle zur Unabhängigkeit neben dem Kampf um die Grenzen und die Festlegung der Grundlagen seines politischen Systems zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen. Die Elite der Zweiten Polnischen Republik musste Lösungen für viele Fragen finden. Neben dem Kampf um die Grenzen des neuen Staates sowie die Festlegung der Grundlagen des politischen Systems mussten zahlreiche weitere Probleme gelöst werden. Wie konnte man die Wirtschaft ankurbeln und das Budget sowie die Währung stabilisieren? Wie konnte aus Gebieten, die vor 1914 drei Imperien mit unterschiedlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Systemen angehört hatten, ein funktionierender, innerlich geeinter Staat geschaffen werden, mit dem sich alle Bürger identifizieren konnten? Diese sowie viele weitere spannende Fragen wurden in diesem Vortrag erörtert und beantwortet. 


3.8. Mag. Maciej Polak
Father Marcin Kromer's legations to the Habsburg court. State of research and prospects


Dieser Vortrag ein englischer Sprache fand am 27. Juli 2022 statt.

Marcin Kromer (1512-1589) war ein polnischer Schriftsteller, Humanist, Historiker, Geistlicher und Diplomat. Seine diplomatische Missionen erfüllte er im Auftrag des polnischen Königs Sigismund August. Die meisten seiner diplomatische Reisen führten Kromer an den Hof von Kaiser Ferdinand I. in Wien. Von 1558 bis 1564 war er sogar ständiger Vertreter am Habsburgerhof. Dennoch sind viele seiner diplomatischen Aktivitäten bis heute unerforscht. Im Rahmen dieses Vortrags wurden die wichtigsten bisherigen Erkenntnisse über Kromers Gesandtschaften vorgestellt, aber auch neue Forschungsperspektiven aufgrund von bis dato unbearbeiteten Quellen im Österreichischen Staatsarchiv - Haus-, Hof- und Staatsarchiv.

 

4. Podiumsdiskussionen:

4.1. Das KL Gusen als Ort der Vernichtung im kollektiven Bewusstsein

Diese Podiumsdiskussion fand am 19. Mai 2022 statt.

Das ehemalige deutsche nationalsozialistische Konzentrationslager Gusen im Rahmen des Lagerkomplexes Mauthausen-Gusen zählt zu den wichtigsten Gedenkorten Europas.
An der Podiumsdiskussion nahmen teil:
Univ.-Prof. Doz. Dr. Bertrand Perz, Universität Wien, Institut für Zeitgeschichte
Univ.-Prof. Dr. Claudia Theune, Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, Universität Wien
Mag. Robert Vorberg, Mauthausen Memorial / KZ-Gedenkstätte
Univ.-Prof. Mag. Dr. Christoph Augustynowicz, Universität Wien, Institut für Osteuropäische Geschichte
Botschafterin der Republik Polen in der Republik Österreich Jolanta Róża Kozłowska Polnische Botschaft in Österreich
und die Direktorin des Polnischen Instituts Wien Monika Szmigiel-Turlej Polnisches Institut Wien
Wir freuen uns, dass unser Zentrum ein Partner von dieser wichtigen Veranstaltung sein konnte.
 
5. Filmvorführungen:

5.1. MAUTHAUSEN – DWA ŻYCIA i 545 DNI. A POTEM CAŁE ŻYCIE

Dieser Filmvorfführung fand am 2. Juni 2022 statt.

MAUTHAUSEN – ZWEI LEBEN
Regie: Simon Wieland
Österreich 2020 | 70 Min.

545 TAGE. UND DANACH EIN LEBEN LANG
Regie: Magdalena Żelasko u. Wolfgang P. Schwelle
Österreich 2022 | 18 Min.

Der Film MAUTHAUSEN – ZWEI LEBEN dokumentiert die Geschichte zweier Menschen, die während des NS-Regimes Zeugen der grauenvollen Vorgänge im Konzentrationslager Mauthausen wurden – des in Łódź geborenen Stanisław Leszczyński als Häftling und des aus Mauthausen stammenden Franz Hackl als Schlosserlehrling in der Schlosserei des Lagers. Zwei Schicksale, die konträrer nicht hätten sein können – und die doch so viele verstörende Gemeinsamkeiten haben. Dem österreichischen Regisseur Simon Wieland ist es gelungen, die beiden Protagonisten und ihre Konfrontation mit Mauthausen, einem wichtigen Symbol für den Holocaust und damit für Schuld und Unmenschlichkeit, auf eine sensible und vielschichtige Weise zu porträtieren. Die Produktion der Simon Wieland Film wurde in Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich, dem ORF (Film/Fernseh-Abkommen) und dem Österreichischen Filminstitut hergestellt.

Der Kurzfilm „545 TAGE. UND DANACH EIN LEBEN LANG ” widmet sich Stanisław Zalewski und seinem langen Kampf um eine würdige Gedenkstätte für das ehemalige KZ Gusen. Stanisław Zalewski erlebte als 14-Jähriger den Einmarsch der Wehrmacht in Polen und den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. In den folgenden Jahren war er im Widerstand aktiv, bis er 1943 von der Gestapo verhaftet wurde. Er kam zuerst ins berüchtigte Pawiak-Gefängnis, dann ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, von dort ins Konzentrationslager Mauthausen und schließlich ins KZ Gusen. Der Film, der im Auftrag des Polnischen Instituts Wien entstand, wurde durch das LET’S CEE Filmfestival produziert und durch die Abteilung der öffentlichen Diplomatie des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen sowie den Zukunftsfonds der Republik Österreich co-finanziert.


6. Literaturabende:

6.1. Literaturabend "Wygrać literaturę"

Dieser Literaturabend fand am 10. Juni 2022 statt.
Szenario: Mateusz Nowak
Texte von Preisträgern des Nike-Literaturpreises und Gedichte von ukrainischen Dichterinnen wurden gelesen von:
Joanna Granbichler, Nadja Sarnowska und Napoleon Kuchalski, Teilnehmer des Workshops unter der Leitung von Mateusz Nowak, einem  Rezitator aus Lublin.
Moderatorin: Joanna Ziemska, Präsidentin des Klubs der Professoren am Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien
Special guest: Maria Pietrusza-Budzyńska, Vorsitzende der Lubliner Stiftung Teatroterapia, Begründerin und Pionierin der Theatertherapie für ausgegrenzte und diskriminierte Menschen.
Organisation: Wiener-Krakauer Kultur-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Klub der Professoren am Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien
Weitere Informationen https://www.wiener-krakauer.at/2022/04/wygrac-literature/


7. Wissenschaftsfestivals:

7.1. Lange Nacht der Forschung

Die Lange Nacht der Forschung fand am 20. Mai 2022 statt.

Die Lange Nacht der Forschung stieß in ganz Österreich auf großes Interesse, 135.000 BesucherInnen in ganz Österreich nahmen daran teil. Am Standort „Forschung im Zentrum“ des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung am Maria-Theresien-Platz zeigten das Polnische Institut Wien sowie unser Zentrum, welchen Stellenwert polnische WissenschaftlerInnen bei der Entwicklung der Wissenschaft weltweit innehaben. U.a. wurden Leben und Werk der Wissenschaftlerin und zweifachen Nobelpreisträgerin Maria Skłodowska- Curie anhand einer Posterausstellung veranschaulicht.


8. Preisverleihungen:

8.1. Verleihung der Goldenen Eule

Die Verleihung der Goldenen Eule fand am 6. Mai 2022 in Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien statt.

Die Verleihung jährlich verliehene Auszeichnung ist der Initiative von Frau Jadwiga Hafner, Herausgeberin der Zeitschrift „Jupiter“, zu verdanken. Die Statuetten werden von der Redaktion der Zeitschrift "Jupiter", dem Organ des Klubs der Polnischen Intelligenz in Österreich, und der Föderation des Polnischen Kongresses in Österreich, verliehen.

Der diesjährige Preisträger ist Dr. Matthias Kneip vom Deutschen Polen-Institut e.V. in Darmstadt für die Popularisierung der polnischen Sprache und Kultur im Ausland. Dr. Kneip sprach über seine Familiengeschichte und seine Faszination für die polnische Sprache. Er hat eine Reihe von Büchern zu polnischen Themen veröffentlicht, darunter das Buch "Deklaracja miłości do najpiękniejszego kraju na świecie” [111 Gründe, Polen zu lieben: Eine Liebeserklärung an das schönste Land der Welt]!

Die Laudatio hielt die Redakteurin Beata Dżon.


9. Konzerte:

9.1. Abschied von alten Erinnerungen

Dieses Konzert fand am 25. Juni 2022 in unserem Zentrum statt.

Im Rahmen dieses Konzerts spielten Borys Somerschaf  (Gesang) und Jakub Niedoborek (Gitarre) polnische und jüdische Schlager aus der Zwischenkriegszeit sowie populäre Lieder, Zigeunerromanzen und ukrainische Volkslieder. Borys Somerschaf ist ein polnischer Sänger, Dirigent, Komponist und Gesangslehrer. Er studierte Gesang und Chorleitung am Moskauer Konservatorium und Komposition an der Warschauer Musikhochschule. Für seine Leistungen auf dem Gebiet der Musik hat er zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Jakub Niedoborek ist promovierter Instrumentalmusiker und Absolvent der K. Szymanowski-Musikakademie in Katowice in der Gitarrenklasse von Prof. A. Gruszka. Derzeit arbeitet er als Assistenzprofessor in der Abteilung für Instrumentalpädagogik des Musikinstituts der Künstlerischen Fakultät der Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin.

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Kontakt

Polnische Akademie der Wissenschaften - Wissenschaftliches Zentrum in Wien
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